Vergleich

Warum eine eigene Galerie

Es gibt drei verbreitete Wege, fertiges Material an Kund:innen zu übergeben. Alle drei funktionieren. Sie kosten dich nur an unterschiedlichen Stellen — mal Geld, mal Zeit, mal den Eindruck, den deine Arbeit hinterlässt.

Was hier verglichen wird, sind Modelle, keine Produkte. Wir haben kein fremdes Werkzeug getestet und behaupten deshalb nichts über eines. Was wir beschreiben können, ist die Mechanik, auf der ein Modell beruht: eine Frist, eine Rechnung nach Gigabyte, eine Stufe nach Speicher. Und was das für den Tag bedeutet, an dem du übergibst.

Wüstendünen von oben, orange Kämme werfen lange Schatten
Preislogik
Fester Monatspreis je Speicherstufe. Kein Aufschlag pro Download, keine Rechnung nach Bandbreite.
Grenze
Begrenzt ist der Speicher, nicht die Zahl der Galerien. Vor jedem Upload wird die Quote geprüft.
Stufen
Lumen 10 GB 4 € im Monat. Inkl. USt., monatlich kündbar.

Drei Modelle

Wie Material heute übergeben wird

Jedes dieser Modelle ist gut in etwas. Ein Vergleich, der so tut, als wären die Alternativen wertlos, ist keiner — er ist eine Anzeige mit Tabelle.

Modell A

Der Link, der abläuft

Du lädst einen Stapel hoch, bekommst eine Adresse, schickst sie weiter. Nach einer festen Frist macht der Link zu und die Dateien sind fort.

Gut darin
  • In zwei Minuten eingerichtet, und die Gegenseite braucht kein Konto
  • Für die einmalige Übergabe an eine Redaktion oder eine Kollegin schwer zu schlagen
  • Du zahlst nichts für Material, das du ohnehin nicht dauerhaft online legen willst
Kostet dich
  • Die Frist ist das Produkt: Wer zu spät klickt, schreibt dir — und du lädst dieselben Dateien ein zweites Mal hoch
  • Eine Dateiliste ist kein Auftritt. Die Gestaltung der Seite gehört dem Dienst, nicht dir
  • Video wird geladen, nicht abgespielt. Auf dem Telefon heißt das: warten, bevor man etwas sieht
  • Was dem Kunden gefallen hat, erfährst du in einer Nachricht, nicht im Werkzeug

Modell B

Der Ordner in der Cloud

Das Archiv liegt in demselben Speicher, aus dem du arbeitest. Übergeben heißt hier: einen Ordner freigeben und die Adresse verschicken.

Gut darin
  • Du hast ihn ohnehin, und deine Ordnerstruktur liegt schon so, wie du denkst
  • Nichts läuft ab. Material von vor drei Jahren ist noch da, wenn jemand danach fragt
  • Für die Arbeit im eigenen Team gebaut: Synchronisieren, Versionen, gemeinsamer Zugriff
Kostet dich
  • Die Rechnung wächst mit dem Archiv — auch für Jahrgänge, die niemand mehr öffnet
  • Dateinamen und Miniaturen in einem Raster sind das Gegenteil einer Präsentation
  • Große Dateien werden geladen statt gestreamt, und je nach Dienst braucht die Gegenseite ein Konto oder eine App
  • Kein Ablaufdatum und keine Erinnerung: Der Link bleibt offen, bis du von selbst daran denkst

Modell C

Die Galerie zur Miete

Für Fotografie gebaut, gestaltet ausgeliefert, monatlich bezahlt. Wie viel Speicher du belegst, bestimmt, in welcher Stufe du steckst.

Gut darin
  • Sieht gut aus, ohne dass du gestaltest, und ist genau für diese eine Aufgabe gebaut
  • Du betreibst nichts. Aktualisierungen, Sicherungen und Ausfälle sind nicht dein Abend
  • Gehören Druckverkauf und Kundenverwaltung dazu, bekommst du alles aus einer Hand
Kostet dich
  • Die Staffel ist die Preislogik: Wächst das Archiv, springt die Stufe — auch wenn sich an deiner Arbeit nichts geändert hat
  • Ob Video mehr ist als eine Datei im Raster, entscheidet der Anbieter. Belegen tut es die Stufe in jedem Fall
  • Beim Wechsel nimmst du mit, was du herunterladen kannst, und lädst es anderswo wieder hoch

Und Lumen?

Lumen gehört offen gesagt zu Modell C. Auch bei uns bestimmt der belegte Speicher die Stufe, und auch bei uns hängt der Zugang an einem laufenden Abo. Der Unterschied liegt darin, was in jeder Stufe schon enthalten ist: Video wird beim Hochladen in eine Streaming-Leiter gerechnet, der Download startet auf dem Telefon in Web-Größe, das Ablaufdatum erinnert von selbst, und das Original bleibt unverändert liegen, bis du es als ZIP mit Ordnerstruktur wieder abholst. Bezahlt wird nach Speicher, nicht nach übertragenen Gigabyte.

Zeile für Zeile

Acht Stellen, an denen sich die Modelle unterscheiden

Jede Zelle beschreibt eine Mechanik, kein Produkt. Wo etwas vom Anbieter abhängt, steht das da — und nicht eine Behauptung, die wir nicht belegen können.

MechanikAblaufender LinkCloud-OrdnerGalerie-StaffelLumen
PreislogikAbo nach Größe je Sendung, oder pro Übertragung.Nach belegten Gigabyte, teils zusätzlich nach übertragenen.Fester Monatspreis je Speicherstufe.Fester Monatspreis je Speicherstufe. Kein Aufschlag pro Download, keine Rechnung nach übertragenen Gigabyte.
Was beim Wachsen passiertNichts. Alte Sendungen laufen ab, das Archiv wächst bei dir auf der Platte.Die Rechnung wächst linear mit dem Archiv, dauerhaft.Beim Überschreiten der Stufe springt der Preis auf die nächste.Dasselbe: Beim Überschreiten springt die Stufe. Der Unterschied ist, dass die Quote vor jedem Upload geprüft wird — du läufst in eine Meldung, nicht in eine Nachzahlung.
Auftritt gegenüber dem KundenEine Downloadseite mit Dateiliste, gestaltet vom Dienst.Eine Ordneransicht mit Dateinamen und Miniaturen.Eine gestaltete Galerie innerhalb der Vorlagen des Anbieters.21 Design-Presets aus Schriftpaar, Raster, Dichte und Titelbild-Behandlung. Dazu Logo, Schriften, Farben und ein eigenes Impressum je Studio.
Mobiler DownloadDie Originaldatei, in voller Größe.Die Originaldatei aus der Ordneransicht.Hängt vom Anbieter ab.Auf dem Telefon steht der Download auf Mobil: weboptimierte Ableitungen. Web und Original sind einen Fingertipp entfernt, aber niemand zieht sie versehentlich über Mobilfunk.
VideoWird heruntergeladen, nicht abgespielt.Vorschau, sonst Download der Originaldatei.Hängt vom Anbieter ab. Der Platz zählt in jedem Fall gegen dieselbe Stufe.Beim Hochladen entstehen eine HLS-Leiter und MP4-Proxies, dazu Posterbild, Vorschau-Schleife und Tonspur-Wellenform. Kommentare lassen sich an den Timecode hängen.
Ablauf und ErinnerungFeste Frist. Verlängern heißt neu hochladen.Kein Ablauf. Der Link bleibt offen, bis du ihn zurücknimmst.Ablaufdaten je nach Anbieter.Ablaufdatum je Galerie, Erinnerungsmail vor Ablauf, Verlängern ohne neuen Upload. Dazu Passwortschutz und Download-Limits, wenn eine Galerie nur einmal gezogen werden soll.
Wem die Dateien gehörenDir. Der Dienst hält eine Kopie auf Zeit.Dir. Der Zugang hängt am laufenden Abo.Dir. Der Zugang hängt am laufenden Abo.Dir. Der Zugang hängt ebenfalls am laufenden Abo — aber das hochgeladene Original wird nicht ersetzt: Ableitungen entstehen daneben, nie darüber.
Rückholbarkeit der OriginaleSolange der Link lebt. Danach aus deinem eigenen Archiv.Ordnerweise, in der Struktur, die du angelegt hast.Export je nach Anbieter, häufig Galerie für Galerie.ZIP im Stream über ganze Galerien, in Originalgröße, mit Ordner- und Kapitelstruktur. Ohne Bitte um Erlaubnis und ohne Wartezeit auf ein gepacktes Archiv.

Die drei linken Spalten beschreiben Kategorien, nicht einzelne Dienste. Innerhalb jeder Kategorie gibt es Anbieter, die es besser machen als hier beschrieben — und welche, die es schlechter machen.

Vor dem Livegang prüfen: Diese Seite stellt Lumen drei Kategorien von Diensten gegenüber, ohne einen Anbieter zu nennen. Ob einzelne Zeilen dennoch als vergleichende Werbung im Sinne von § 6 UWG auf einen erkennbaren Mitbewerber bezogen werden können, sollte vor der Veröffentlichung anwaltlich beurteilt werden. Zu prüfen ist außerdem, ob die Angaben zu Preislogik und Speicherstufen den Anforderungen der Preisangabenverordnung genügen und ob die Aussagen zur Rückholbarkeit der Originale so in den AGB abgebildet sind.

Grenzen

Wann Lumen nicht das Richtige ist

Vier Fälle, in denen wir dir abraten würden. Sie stehen hier, weil du sie sonst in der zweiten Woche selbst herausfindest — und dann zu Recht verärgert bist.

Du verkaufst Abzüge, Alben und Lizenzen

Lumen hat keinen Shop, keine Preislisten, keine Bestellabwicklung und keine Rechnung an deine Kundschaft. Wenn der Verkauf nach der Galerie der Teil ist, der dein Geld verdient, fehlt dir hier genau dieser Teil.

Ihr schneidet gemeinsam an mehreren Fassungen

Kommentare am Timecode gibt es. Versionsstände, formale Freigaben und ein Abnahmeprotokoll gibt es nicht. Wer Fassung eins, zwei und drei nebeneinander abnehmen lassen muss, arbeitet mit einem Schnitt-Freigabewerkzeug besser.

Du suchst eine Sicherung deines Archivs

Lumen liefert aus. Es ersetzt keine Datensicherung, und es ist auch nicht als solche gedacht — halte deine Originale weiterhin selbst vor. Material, das nie jemand ansehen soll, belegt hier nur eine Speicherstufe.

Du übergibst dreimal im Jahr ein paar Dateien

Dann reicht der kostenlose Tarif, und ehrlich gesagt tut es auch ein ablaufender Link. Eine Galerie lohnt sich, wenn die Übergabe regelmäßig stattfindet und dein Auftritt dabei eine Rolle spielt.

Menschen sitzen abends um ein Lagerfeuer

Der vierte Weg

Einmal übergeben, ohne hinterher zu erklären

Eine Adresse, die aussieht wie deine Arbeit. Ein Download, der auf dem Handy sofort startet. Ein Ablaufdatum, das sich von selbst meldet. Und eine Rechnung, die dem Speicher folgt statt dem Verkehr.

Eine Mail zum Start, danach nichts mehr. Keine Newsletter, keine Weitergabe. Datenschutz.

Wir öffnen in kleinen Gruppen. Eine Mail, wenn dein Platz frei ist.

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